Gedichte, Kurzgeschichten, Märchen, Sprüche

Eines Tages geschah es, dass sich die kleine Zauberfeder „Mausestern“ auf die Schulter des Jungen setzte.


Die Zauberfeder „Mausestern“, sie war von einem goldenen Vogel hinab auf die Erde geflogen. Strahlend, hell, und mit goldenem Schein. Wie ein schöner Schatz, war die Feder, die man aber nur mit einem friedlichen, und offenem Herzen, sehen konnte.


„Mausestern“ nun auf der Schulter des Jungen, schenkte ihm Kraft und Selbstbewusstsein,  und zwar jeden Schritt, den der Junge ging.


Courage war das Kraftwort, dass er, der Junge in seinem Kopf immer wieder hatte. Auch die Wörter „Mut“ und „Hoffnung“.


So ging er auf dem Schulweg, die Straßen, die er so oft schon gegangen war.


„Mausestern“, die Zauberfeder, die er nicht sehen konnte, allerdings, sie freute sich mit dem Jungen. Vögel sangen ihre Lieder, die Wolken waren wunderschöne Formationen am Himmel, und die Sonne blinzelte leicht hervor. Ein Sommertag wollte aus diesem Morgen werden.


Da plötzlich klang ein kleines Weinen, zart nur, ans Ohr des Jungen. Das kleine Mädchen sah er schon früh näherkommen, als sich seine Schritte dem Kind näherten.


„Was hast du denn?“, fragte er, der Junge, das kleine Mädchen. Weinend sagte das Kind, „meine Mama ist weg!“


Der Junge blickte sich um. Keine Frau weit und breit. Nur vereinzelte, geschlossene Läden, und ein Restaurant in der Nähe, des Schulwegs.


Das Mädchen weinte. Nicht mehr ganz so leise, sie bekam Angst. Der Junge, eigentlich hätte er seinen Schulweg längst fortsetzen sollen, sah sich das Mädchen genauer an.


„Wo wohnst du denn?“, fragte der Junge.


Das Mädchen, zu klein, wusste es nicht. Da flüsterte die Zauberfeder „Mausestern“ dem Jungen zu: „Polizei“!


Sofort lächelte der Junge dem Mädchen zu, und nahm sie bei der Hand. Beide machten sich auf den Weg zur Polizei, die aber einige Straßen entfernt, eine Polizei-Stelle hatten. Doch dem Jungen machte es nichts, zu spät zur Schule zu kommen, um dem kleinen Mädchen helfen zu können. Er fühlte sich selbstbewusst und stark genug. Beide Kinder waren die Straße schon abgebogen, und auf dem Weg direkt zur Polizei-Station, in der nächsten Straße, damit die Polizisten den Kindern helfen konnten. 


Die Zauberfeder „Mausestern“ aber, - auf der Schulter des Jungen, für den Jungen noch nicht sichtbar, glänzte strahlend auf, und vollbrachte ein kleines Wunder. Plötzlich lief eine Frau die Straße entlang zu dem Jungen, und dem Mädchen.

Beiden entgegen.

 

„Lara!“ – „Lara mein Schatz!“, da bist du ja. Ich hatte solche Angst um dich! „Lara, geht es dir gut?“ und mit diesen Worten und Tränen, die der Frau vor Erleichterung über die Wangen liefen. Das kleine Mädchen, in die Arme der Mutter gekuschelt, und ebenso vor Freude, Erleichterung und Geborgenheit jetzt weinend. Ihr war nun um so viel leichter, dankten den Jungen.


Die Mutter bat den Jungen um die Handynummer. Damit sie sich bedanken konnte, und er ja in die Schule müsse, wie er erklärte. Seine Handynummer eingespeichert, machten sich alle auf den Weg.


Das kleine Mädchen strahlte über das ganze Gesicht. Sebastian, und Lara, freundeten sich im Laufe der Zeit richtig gut an. Sebastian, so der Name des Jungen, war gerne gesehen bei Lara, und ihren Eltern.

Diese Freundschaft sollte lange anhalten.


„Mausestern“ die Zauberfeder aber. Verschwand von der Schulter des Jungen wieder.


Mit einem Glänzen und Glitzern war sie wieder weg.


„Mausesterne können Zaubern!“ Vergesst das nie!